Kölner Narren-Zunft

Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. · Gebrüder-Coblenz-Straße 1 · 50679 Köln
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Session 2012

Fischessen 2012

Und Freitag? Natürlich Fisch!

Bedenkenträger müssen endgültig schweigen, denn nach der stimmigen Feier zum Elften im Elften erwies sich das Radisson Blu Hotel auch als ideale Stätte für das traditionelle Fischessen der ehrwürdigen Zunft. Weiterlesen »


Nubbelverbrennung 2012

Tränen der Wehmut

Welch ein entsetzliches Geräusch! Und dann diese Helligkeit. Zu dieser unmöglichen Zeit. Warum nimmt keiner Rücksicht? Das Brummen verstärkt sich noch und wird übertönt durch rhythmische Töne.

Es hilft nichts, man muss raus. Es ist Aschermittwochmorgen. Das Geräusch will nicht nachlassen, es scheint aber seinen Ursprung im eigenen Kopf zu haben. Das andere ist dieser vermaledeite Wecker. Weiterlesen »


Rosenmontagszug 2012

Jedem Jeck sing Pappnas

Zugwart Jürgen Keßling und seine Monika haben etwas unruhig geschlafen in dieser Nacht zum Rosenmontag. Alles hatten sie minutiös geplant: Wer wo geht und steht, wer was wann wirft, wer schöne Menschen kosmetisch wunderschön macht , wer den zuliefernden LKW fährt, in welchem Theater der Treffpunkt vor dem Zug ist, wer wie und wo hinterher im Mercure sein wird. Und wer welches Kostüm tragen wird. Weiterlesen »


KNZ-Party 2012

Keine Nacht Zuhause

Party war angesagt, als viele bunt kostümierte Jecke in die Wolkenburg strömten. Das Programm war auf ein überwiegend junges Publikum abgestimmt, das nun schon zum dritten Mal mit der Kölner Narren-Zunft eine lange Nacht durchfeiern wollte. Weiterlesen »


Blaue Montagssitzung 2012

XXXXL für Totti

Leicht verschnupft war unser Bannerhär schon, als er feststellte, bald achtzig Leute hätten wegen Grippe kurzfristig abgesagt und dadurch sei die ganze Sitzordnung umzustellen gewesen. Dabei plagte ihn selbst schon seit Tagen eine starke Erkältung. Mannhaft wie er nun einmal ist, dachte er natürlich nicht im Traum daran, die Blaue-Montags-Sitzung nicht zu leiten.
Abgesagt hatte sehr kurzfristig leider auch der Hausmann. Das war sehr schade, denn am blauen Montag legt die KNZ immer Wert auf vier Redner. Jetzt aber war es Literat Jens Andersen so kurzfristig nur gelungen, mit den Kölschen Bengels eine junge Musikgruppe einspringen zu lassen. Weiterlesen »


Große Kostümsitzung 2012

Nä, wat wor dat schön

Verwundert blickten die Besucher unserer Sitzung am 3.Februar 2012 , die doch rechtzeitig erschienen waren – sie waren trotzdem zu spät. Die Sitzung hatte 15 Minuten vorher im nicht gefüllten Saal begonnen, weil das Programm zu dicht konzipiert war. Und ein Programm ohne Zugaben? Bei der Kölner Narren-Zunft ist das kaum vorstellbar.

Deshalb war um 19.15 Uhr das Corps der Porzer Rezagg Husaren aufgezogen, mit stolz geschwellter Brust in Uniform auch unser Säckelmeister Dieter Herkenrath (der Porzer Exprinz!). Sehr akrobatisch die Herren!

Zum angekündigtem Sitzungsbeginn war der Saal dann rappelvoll, weil wir einmal mehr ausverkauft waren. So erlebte Bernd Stelter ein dankbares und erwartungsfrohes Publikum, das er mit seinem Vortrag fesseln konnte und nicht ohne Zugaben verlassen durfte. Besonders schön war sein neues Lied „ Lass mich dein Travolta sein“ , zu dem er erstaunliche tänzerische Darbietungen vollführte. Dann gehörte die Bühne dem Dreigestirn, bei dem Bauer Thorsten („Totti“) sofort das Mikrofon ergriff, um unseren Werner Brauckmann („Braucki“) auf die Bühne zu holen, der 1997 als Bauer Werner einer seiner Vorgänger war. Braucki wurde an diesem Tag 47 Jahre, so dass Totti mit dem Saal „Zum Geburtstag viel Glück“ anstimmte. Da lagen sich dann zwei pfundige Kerle auf der Bühne in den Armen und man sah ihnen an, dass sie dachten „Nä, wat is dat schön..“ Prinz Marcus II wollte natürlich nicht zurückstehen und sang mit beiden und Ex-Prinz Thomas I (unser Bannerbär!) den Dreigestirns-Rap des Jahres ´97 „Mer dunn et jo nor för Kölle“ . Dann durfte auch Jungfrau Olivia beim Medley des Trifoliums mitsingen, das von „Mein lieber Freund…“ über „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien..“, „Wer soll das bezahlen..“, „Heidewitzka“, „Wir kommen alle, alle in den Himmel“ bis hin zum „Ach wär ich nur ein einzig mal..“ führte und den dankbaren Saal geschlossen zum Mitsingen animierte. Weil sie das so gekonnt gemacht hatten, gab es für das Dreigestirn dann Exemplare der schon rar gewordenen Chronik der KNZ.

Dann wurde es schön, knackig und sportlich. Die FC-Cheerleader sprachen mit ihrer Darbietung nicht nur die Herren im Saal an. Als ihr Schlussbild gestellt wurde, wurde es fast symbolisch: 1.FC Köln stand auf dem Kopf und hing nach unten – zumindest auf der entrollten Fahne. Ach wäre der Club doch nur so toll wie seine Mädels!
Tino der kölsche Tenor sollte an seine früheren Erfolge als Taxifahrer bei unserer Zunft anknüpfen. Das gelang zunächst nur zögerlich, bis er zu seinen Stärken dem hüftschwingenden Tanzen (Mädels kreischen hier immer! J ! ) und viel Singen fand. Tolle Stimmung dann bei seinem „Cantare“.

Uns Pänz bildeten dann vielleicht schon etwas spät einen schönen Abschluss der ersten Abteilung mit „Mmädchen“ , „Mir bruche keiner“ und dem Hitmix.
In der Pause fand im fröhlichen Stimmengewirr im Foyer großes Rätselraten statt, wer denn die vielen weiteren Karnevalsprinzen mit Gefolge waren. Bei einigen konnten wir das rausbringen: Da war Prinz Walter aus Oberursel, Prinz Patrick I aus Orschel/Göttingen und Prinz Justin aus den Niederlanden. Sie alle boten mit ihrem Hofstaat ein prächtiges Bild und waren uns herzlich willkommen.

Nach der Pause kamen viele Knüller. Auch Brings. „Das ist geil“ sangen sie und das war es auch. Stimmung pur boten sie. Ach ja: „ Man müsste noch mal zwanzig sein..“
Dann kam der große Auftritt von Marc Metzger. Dieses Mal war er einfach sensationell, überragend. Der TV-Sender SAT 1 war mittlerweile auch bei uns und zeichnete Teile des Programms und das Drumherum für seine Sendung Planetopia auf. Ausstrahlung ist am Rosenmontag zur besten Sendezeit. Da freut sich der Pressewart: Prima Werbung!
Die Höhner! Rambazamba bis in die hinterste Saalecke. Auch sie müssen natürlich eine Reihe von Zugaben machen. „Schenk mir dein Herz..“ Alle im Saal schenkten ihnen ihre Herzen und wollten sie nicht gehen lassen.

Original HKM hieß es dann oder die roten Hellige Knäächte un Mägde. Sie sind wie immer. Nämlich Klasse, typisch kölsch, exakt, mit Freude bei der Sache aber nicht übertrieben akrobatisch. Sie bieten mit ihren Tänzen im Potpouri einen fröhlichen bunten Reigen. Klasse Idee: Sie spielen vorher und hinterher im Foyer Koffergolf! Es geht um die Getränkerunden. Der Aktenkoffer wird aufgeklappt. Ein langes rotes Tuch wird herausgespannt, im Koffer ist erhöht ein Loch und jetzt gilt es einzuputten. Tiger Woods würde staunen.
Guido Cantz kommt natürlich auch noch und präsentiert sich zu später Stunde und noch sehr aufmerksamen Saal in blendender Form. Der Saal tobt.

Und siehe da. Wir haben ein Loch. „Mal sehen, ob der Herr Präsident das besser kann, als der …… (wo er vorher war), der war zu ungeschickt dafür“, meinte Nobert Ramme vom Stadtanzeiger. Nun der Herr Präsident konnte. „Das macht er Klasse,“ war dann auch Rammes Kommentar als Bannerhär Thomas mit dem Lied „Kölner Narren-Zunft“ nach Michael Holms „Tränen lügen nicht sang“. Ja, ja der Bannerhär ist schon eine Nummer für sich. Damit war der Prinzenauflauf dann auch fast zu Ende.

Aber es kam noch die Kölsch-Fraktion. Klasse Musik machten sie mit ihren fröhlichen Liedern, die den Saal noch einmal so richtig in Schwung brachten. Als letztes sangen sie :“ Nä wat wor dat schön!“ Das war gleichzeitig auch das Fazit des Abends! OK


Mädchersitzung 2012

Wenn Prinze singe …

Eigentlich war es wie immer, „schon all die lange Johr..“

Viel Süßes war an diesem 29. Januar in der Messe. Zum einen weil die Kölner Süßwarenmesse begann und zum anderen weil 1400 Mädchen zur Kölner Narren-Zunft in den Kristallsaal kamen, um ausgelassen Karneval zu feiern. Tolle Kostüme, originelle Gruppen, knackige Mädchen, schöne Frauen, ausgelassene Damen.

Alle natürlich schon im Eingang freudig und gebührend von unserem Elferrat begrüßt. Ein großes Wiedersehen war es, weil wir viele treue Freundinnen haben, die von nah und fern jedes Jahr zu dieser Sitzung kommen.
Dann ging es endlich los mit dem Einzug eines Traditionscorps – dieses Mal der Prinzengarde. Das gehört bei uns zu einer kölschen Sitzung einfach dazu und ist zudem immer ein grandioses Bild.

Die Mädels ahnten zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass sie zu der wahrscheinlich besten Kölner Sitzung dieser Session gekommen waren, denn in dem XXL-Programm von Literat Jens Andersen warteten 14 Attraktionen darauf, unsere Besucherinnen zu begeistern.
Das gelang schon den Räubern als erste Band mit ihrem Auftritt. Auch über sie ist eigentlich schon alles gesagt und geschrieben worden. Sie gehören weiterhin zum großen Kleeblatt kölscher Musikgruppen, das nach Aussage unseres Bannerhärs jetzt schon fünf Blätter (?) hat! Kaum ertönen die ersten Akkorde, kaum dass die Band singt und schon kommt das Lied aus 1400 Kehlen. Da bleibt kein Auge trocken! Wunderbar..

Martin Schopps ist der erste Redner. Und trifft haargenau den Geschmack mit seiner pointierten Rede. Ja, ja die Lehrer! Alles begeisterte Schülerinnen im Saal.
Dann der Auftritt unserer Tanzgruppe mit ihrer Chefin Annette. Da klappt wieder alles wie am Schnürchen mit viel Schmiss; vor allem merkt jeder der Truppe an, wie es ihr Spaß macht. Niedlich dann das erste Mittanzen unserer aller, aller Jüngsten. Lara Czaplinskni ist gerade vier Jahre alt, aber den alten Narren-Zunft-Marsch steht sie tapfer und mit Freude durch. Etwas für 1400 andere etwas größere Mädels!

Knackig für die Mädels – hochdeutsch, im Maßanzug mit Krawatte, erfolgreich im TV als Comedian – Knacki Deuser als zweiter Redner. 2800 erwartungsfrohe Augen und Lippen. Dazu der Geräuschpegel (Kreisch!!!) aus so vielen Kehlen. Daran muss sich ein TV-Star erst einmal gewöhnen. Das ist Karneval! Aber schon bald hat er die Mädels mit seinen Pointen über die Katastrophen dieser Welt eingefangen.

17 Uhr. Ältere Herren betreten die Bühne. Die Mädels toben. Die Fööss! Es folgen 30 Minuten bester kölscher Unterhaltung mit aus Köln nicht weg zu denkenden Liedern. Auch jetzt verlangt der Saal Zugabe auf Zugabe. Aber die Zeit drängt, denn das Dreigestirn wartet.
Es ist wieder ein sehr gutes Trifolium! Mit einem charmanten Prinz Marcus II., dem Urbild eines kölschen Boor Bauer Thorsten (unser „Totti“) und der quirligen Jungfrau Olivia. Sie alle vermögen ihr kölsches Lebensgefühl zu vermitteln. Dann die Überraschung für unseren Bannerhär als Prinz Marcus II. ihm sagt, wie sehr er ihn im Jahr 1997 als Junge bewundert hat, als Thomas selbst Prinz war und damals mit einem Rapp aufgetreten war. „Kannste den noch?“ fragte Marcus II. Thomas konnte und so sagen sie gemeinsam: „Mer dunn et jo nor för Kölle!“ Mit diesem zeitlosen Motto aller Dreigestirne schloss eine tolle erste Hälfte.
Nach der Pause ging es dann Schlag auf Schlag weiter mit den Klüngelköpp, die Bannerhär Thomas demnächst als sechstes Blättchen des Kleeblatt sieht (sehr kölsche Pflänzchenkunde!) , einem blendend aufgelegten Guido Cantz und den entfesselten Halleluja-Brings. Da ist es kein Wunder, einen jeweils auch entfesselten Saal zu erleben.
Übertroffen wurden sie alle aber von einer Garde, der Stattgarde Colonia Ahoij. Stramme Jungs, Strahlemänner – nur wenige Mädchen. Ein total schräges Orchester. Schöner Shanty-Chor. Und ein vor Lebensfreude strotzendes, tolles Männerballett. Kreischende Begeisterung im Saal. 1400 Mädels sind aus dem Häus´chen. Alle müssen zugeben, dass diese Jungs einfach begeistern. Das zeigt auch großer Applaus der Kölner Rheinveilchen, die schon auf ihren Auftritt warten.
Aber zuerst kommt noch mit Marc Metzger zu später Stunde ein weiterer Redner. Er hält keine Rede. Er improvisiert. Fängt an, dann doch nicht, foppt den Elferrat, die Kapelle , schickt die weg, holt sich Mädels an die Instrumente. Alles lacht, lacht und lacht. Plötzlich ist eine halbe Stunde um. Was hat er denn gesagt? Nicht viel, aber das war toll!
Die Rheinveilchen ziehen auf durch ein Spalier von Colonia Ahoij. Die Mädels mit gestreckten Armen hochgehalten. Verdammt langer Weg, aber die Männer der Truppe schaffen das. Es folgt eine fulminante Bühnenschau, dass es den Mädels im Saal angst und bange um die Tänzerinnen wird. Höher, weiter, schneller. Eigentlich ist es Wahnsinn, was da geboten wird. Aber es begeistert. Erwarten wir nicht zu viel?

Aber jetzt ist keine Zeit für tiefsinnige Betrachtungen, denn als krönenden Abschluss erleben alle die Höhner. 21.40 Uhr geht´s los. Und wie? Wie gesagt, eigentlich wie immer! Unübertroffen !

Eine fand die Sitzung bestimmt toll. Ein zartes Geschöpf – vielleicht 17 – sah, dass ein Pressevertreter einen Orden verliehen bekam. „Bekommt man einen Orden, wenn man hier fotografiert?“ Und dann knipste sie. Natürlich bekam sie einen Orden. Guter Versuch!!!


Traditioneller Herrenfrühschoppen 2012

Jung Lück un de doof Noss

Am 22.01.2012 fand der Herrenfrühschoppen wie gewohnt im Mercure Hotel statt. Schon früh waren die Plätze von den Herren eingenommen und da mehr Gäste als Plätze vorhanden waren, was das große Interesse an dieser Veranstaltung widerspiegelt, ging das Stühlerücken los. Glücklicherweise bezog sich dieses nur auf das Auditorium und unser Bannerhär eröffnete wie immer gut gelaunt den Herrenfrühschoppen. Weiterlesen »