Kölner Narren-Zunft

Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. · Gebrüder-Coblenz-Straße 1 · 50679 Köln
Hier Karten bestellen

Höhepunkte

Mädchersitzung 2017

Was könnte man über eine KNZ-Mädchersitzung noch schreiben, was nicht in den letzten Jahren schon rauf und runter berichtet wurde? Raderdolle Weiber, jecke Kostüme, ein Riesenprogramm, Megastimmung und ein grandioser Sitzungspräsident Thomas Brauckmann. Ja, ja, das kennen wir ja schon! Nicht neues also..?!
Wäre da nicht eine „winzige Kleinigkeit“, UNSER Dreigestirn!!! Die kamen nämlich zum ersten Heimspiel in dieser Session. Die Stimmung und die positive Anspannung vorab war entsprechend eine ganz andere als sonst.
Zu Beginn, und der musste diesmal eine Viertelstunde vorverlegt werden, gab es neue Leuchtstäbe für unsere jecken Weiber am Eingang. Nicht die filgranen esoterisch anmutenden Plastikfarne, die sonst immer verteilt wurden, sondern richtig handfeste Schamstoffprügel, biologisch weder abbaubar noch umwelttechnisch unbedenklich. Sehr gut geeignet, um auch mal verletzungsfrei Dampf abzulassen, wenn einem die Sicht auf die Bühne versperrt wird. Den ersten Test unter realen Bedingungen absolvierte später Marlene Brauckmann, die damit einige Fotografen vor der Bühne verjagte.
Mit einer Halbwertszeit von 300 Jahren sind die Leuchtstäbe aber für Generationen von Jecken konstruiert worden und waren am Abend auf der Beliebtheitsskala so weit oben, dass sich die Mädels beinahe drum geschlagen und sich die Dinger gegenseitig stibitzt haben.
Weiber..!
Jens Andersen hat sich wieder mal nicht lumpen lassen, was das Programm anging, und schaffte alles mit Rang und Namen, was der Kölner Karneval zu bieten hat, in den Saal.
Insbesondere für die Mädcher darf es ja gerne auch mal knackiger sein, weiß auch unser Literat, und würde sich eine Sitzung ohne StattGarde vermutlich gar nicht mehr wagen.
Deren Auftritt ging wie immer mit einem Riesengekreische des Publikums einher. Zum Glück wurden die Sanitäter auch dieses Jahr wieder nicht gebraucht.
Irgendwann vorher war es dann aber soweit für unseren gesellschaftlichen Höhepunkt. Sie waren noch nicht ganz im Foyer, da brandete Ihnen schon riesiger Applaus und lautes Geschrei entgegen. Gemeint ist natürlich die Ankunft unseres Dreigestirns mit Stefan I. (Stefan Jung), Bauer Andreas (Andreas Bulich) und Jungfrau Stefanie (Stefan Knepper). Nach 20 Jahren zum ersten Mal wieder ein Dreigestirn auf der eigenen Sitzung zu haben, ist schon eine Hausnummer für sich, ein Riesending. Insbesondere, weil die Drei es von Beginn an so toll und mitreißend gemacht haben, dass alle Narren-Zünftler stolz sind, ein Teil des großen Ganzen zu sein. Stefan Jung, mit Tränen in den Augen, sichtlich gerührt vom tollen Empfang im Foyer, musste dann auch erstmal in die Maske, um wieder bühnentauglich geschminkt zu werden. Und auch währenddessen ging es in der Literatenbar sehr emotional zu. Alle wollten unser Dreigestirn mal in den Arm nehmen. Für einen Drücker und diverse Fotos haben sich die Jungs trotz enger Taktung Zeit genommen. Nicht zuletzt verteilten sie auch noch die begehrten Prinzenspangen, die in diesem Jahr besonders schön sind.
Danach ging es in die Vollen, als beim Einzug in den Saal AC/DCs „´Highway to Hell“ vom Band lief. Die Mädels johlten und schrien, wie bei einem Rockkonzert.
Als Bannerhär Thomas sie dann vorstellte – kurz zuvor war der komplette Elferrat vorne auf die Bühne getreten – gab es im Hintergrund Feuerregen und Konfettischauer. Eine tolle Inszenierung.
Die drei sagten einige Worte und sangen danach das wirklich schöne Dreigestirnslied „ Wat wör et Dreijesteen“ und alle gingen mit und sangen lauthals.
Nach dem Auftritt gab es dann noch einen Fototermin auf der Treppe, zusammen mit den anwesenden Senatoren, bevor wir sie schweren Herzens weiter ziehen lassen mussten. Na ja, es gibt ja noch ausgiebig Gelegenheit mit den Dreien zu feiern. Es fängt ja gerade erst richtig an!
Auf der Bühne ging es derweil weiter mit den Domstürmern und der Stattgarde, bevor Brings nochmal richtig einheizten. Als der Elferrat zum Ende des Abends nach vorne kam und Thomas Brauckmann das KNZ-Lied zusammen mit den Mädels sang, wurde es nochmal schwerst sentimental. Mittlerweile ist der singende Bannerhär auch zu einem Markenzeichen der Zunft geworden. Ähnliches gibt es in keiner anderen Gesellschaft.
Ein großer Teil der noch feierlustigen Mädcher tanzte und feierte dann noch etwas im Foyer zur Musik von DJ Henry weiter. Der Tenor war aber eindeutig: …nächstes Jahr wieder!!!