Kölner Narren-Zunft

Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. · Gebrüder-Coblenz-Straße 1 · 50679 Köln
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Monat: Januar 2012

Mädchersitzung 2012

Wenn Prinze singe …

Eigentlich war es wie immer, „schon all die lange Johr..“

Viel Süßes war an diesem 29. Januar in der Messe. Zum einen weil die Kölner Süßwarenmesse begann und zum anderen weil 1400 Mädchen zur Kölner Narren-Zunft in den Kristallsaal kamen, um ausgelassen Karneval zu feiern. Tolle Kostüme, originelle Gruppen, knackige Mädchen, schöne Frauen, ausgelassene Damen.

Alle natürlich schon im Eingang freudig und gebührend von unserem Elferrat begrüßt. Ein großes Wiedersehen war es, weil wir viele treue Freundinnen haben, die von nah und fern jedes Jahr zu dieser Sitzung kommen.
Dann ging es endlich los mit dem Einzug eines Traditionscorps – dieses Mal der Prinzengarde. Das gehört bei uns zu einer kölschen Sitzung einfach dazu und ist zudem immer ein grandioses Bild.

Die Mädels ahnten zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass sie zu der wahrscheinlich besten Kölner Sitzung dieser Session gekommen waren, denn in dem XXL-Programm von Literat Jens Andersen warteten 14 Attraktionen darauf, unsere Besucherinnen zu begeistern.
Das gelang schon den Räubern als erste Band mit ihrem Auftritt. Auch über sie ist eigentlich schon alles gesagt und geschrieben worden. Sie gehören weiterhin zum großen Kleeblatt kölscher Musikgruppen, das nach Aussage unseres Bannerhärs jetzt schon fünf Blätter (?) hat! Kaum ertönen die ersten Akkorde, kaum dass die Band singt und schon kommt das Lied aus 1400 Kehlen. Da bleibt kein Auge trocken! Wunderbar..

Martin Schopps ist der erste Redner. Und trifft haargenau den Geschmack mit seiner pointierten Rede. Ja, ja die Lehrer! Alles begeisterte Schülerinnen im Saal.
Dann der Auftritt unserer Tanzgruppe mit ihrer Chefin Annette. Da klappt wieder alles wie am Schnürchen mit viel Schmiss; vor allem merkt jeder der Truppe an, wie es ihr Spaß macht. Niedlich dann das erste Mittanzen unserer aller, aller Jüngsten. Lara Czaplinskni ist gerade vier Jahre alt, aber den alten Narren-Zunft-Marsch steht sie tapfer und mit Freude durch. Etwas für 1400 andere etwas größere Mädels!

Knackig für die Mädels – hochdeutsch, im Maßanzug mit Krawatte, erfolgreich im TV als Comedian – Knacki Deuser als zweiter Redner. 2800 erwartungsfrohe Augen und Lippen. Dazu der Geräuschpegel (Kreisch!!!) aus so vielen Kehlen. Daran muss sich ein TV-Star erst einmal gewöhnen. Das ist Karneval! Aber schon bald hat er die Mädels mit seinen Pointen über die Katastrophen dieser Welt eingefangen.

17 Uhr. Ältere Herren betreten die Bühne. Die Mädels toben. Die Fööss! Es folgen 30 Minuten bester kölscher Unterhaltung mit aus Köln nicht weg zu denkenden Liedern. Auch jetzt verlangt der Saal Zugabe auf Zugabe. Aber die Zeit drängt, denn das Dreigestirn wartet.
Es ist wieder ein sehr gutes Trifolium! Mit einem charmanten Prinz Marcus II., dem Urbild eines kölschen Boor Bauer Thorsten (unser „Totti“) und der quirligen Jungfrau Olivia. Sie alle vermögen ihr kölsches Lebensgefühl zu vermitteln. Dann die Überraschung für unseren Bannerhär als Prinz Marcus II. ihm sagt, wie sehr er ihn im Jahr 1997 als Junge bewundert hat, als Thomas selbst Prinz war und damals mit einem Rapp aufgetreten war. „Kannste den noch?“ fragte Marcus II. Thomas konnte und so sagen sie gemeinsam: „Mer dunn et jo nor för Kölle!“ Mit diesem zeitlosen Motto aller Dreigestirne schloss eine tolle erste Hälfte.
Nach der Pause ging es dann Schlag auf Schlag weiter mit den Klüngelköpp, die Bannerhär Thomas demnächst als sechstes Blättchen des Kleeblatt sieht (sehr kölsche Pflänzchenkunde!) , einem blendend aufgelegten Guido Cantz und den entfesselten Halleluja-Brings. Da ist es kein Wunder, einen jeweils auch entfesselten Saal zu erleben.
Übertroffen wurden sie alle aber von einer Garde, der Stattgarde Colonia Ahoij. Stramme Jungs, Strahlemänner – nur wenige Mädchen. Ein total schräges Orchester. Schöner Shanty-Chor. Und ein vor Lebensfreude strotzendes, tolles Männerballett. Kreischende Begeisterung im Saal. 1400 Mädels sind aus dem Häus´chen. Alle müssen zugeben, dass diese Jungs einfach begeistern. Das zeigt auch großer Applaus der Kölner Rheinveilchen, die schon auf ihren Auftritt warten.
Aber zuerst kommt noch mit Marc Metzger zu später Stunde ein weiterer Redner. Er hält keine Rede. Er improvisiert. Fängt an, dann doch nicht, foppt den Elferrat, die Kapelle , schickt die weg, holt sich Mädels an die Instrumente. Alles lacht, lacht und lacht. Plötzlich ist eine halbe Stunde um. Was hat er denn gesagt? Nicht viel, aber das war toll!
Die Rheinveilchen ziehen auf durch ein Spalier von Colonia Ahoij. Die Mädels mit gestreckten Armen hochgehalten. Verdammt langer Weg, aber die Männer der Truppe schaffen das. Es folgt eine fulminante Bühnenschau, dass es den Mädels im Saal angst und bange um die Tänzerinnen wird. Höher, weiter, schneller. Eigentlich ist es Wahnsinn, was da geboten wird. Aber es begeistert. Erwarten wir nicht zu viel?

Aber jetzt ist keine Zeit für tiefsinnige Betrachtungen, denn als krönenden Abschluss erleben alle die Höhner. 21.40 Uhr geht´s los. Und wie? Wie gesagt, eigentlich wie immer! Unübertroffen !

Eine fand die Sitzung bestimmt toll. Ein zartes Geschöpf – vielleicht 17 – sah, dass ein Pressevertreter einen Orden verliehen bekam. „Bekommt man einen Orden, wenn man hier fotografiert?“ Und dann knipste sie. Natürlich bekam sie einen Orden. Guter Versuch!!!


Traditioneller Herrenfrühschoppen 2012

Jung Lück un de doof Noss

Am 22.01.2012 fand der Herrenfrühschoppen wie gewohnt im Mercure Hotel statt. Schon früh waren die Plätze von den Herren eingenommen und da mehr Gäste als Plätze vorhanden waren, was das große Interesse an dieser Veranstaltung widerspiegelt, ging das Stühlerücken los. Glücklicherweise bezog sich dieses nur auf das Auditorium und unser Bannerhär eröffnete wie immer gut gelaunt den Herrenfrühschoppen. Weiterlesen »